Resumee 2010/2011:

Arbeitsgerichte tendieren immer mehr dazu, Schadenersatz- und Schmerzensgeldklagen wegen Mobbings abzuweisen.
Die gebräuchlichsten Argumente sind

a.) es handele sich um einen normalen Konflikt am Arbeitsplatz,
b.) es sei kein "systematisches" Handeln ersichtlich,
c.) ärztliche Atteste könnten nicht die Kausalität der Erkrankung belegen,
d.) nicht jede Verletzung des Persönlichkeitsrechts würde Schadenersatzansprüche begründen.

Mit anderen Worten "Alles ganz normal, stellen Sie sich nicht so an."

Das bedeutet, die Kompetenz zur aussergerichtlichen Konfliktregelung wird immer wichtiger.
Vor den Arbeitsgerichten wird in der Regel nur über Ausscheiden gegen Abfindung verhandelt.

Realistische Chancen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld bestehen dann, wenn
Sie eine Diskriminierung nach AGG darlegen können, d.h. eine Benachteiligung
wegen des Geschlechts, Alters oder Jugend, Schwerbehinderteneigenschaft, etc.

Hier habe ich soeben einen Fall, bei dem einer weiblichen Führungskraft wegen ihrer Mutterschaft die schon versprochene Stelle versagt wurde,
erfolgreich abgeschlossen. Erfolgreich heisst in diesem Fall: Gehaltserhöhung plus Entschädigungszahlung nach AGG.