Viele Mobbing-Experten raten zu einem Mobbing-Tagebuch.

Ich auch, allerdings nur unter einer Maßgabe.
Bitte schreiben Sie konsequent nur Fakten-Fakten-Fakten.
Nicht: "Herr Müller wird wieder laut", sondern:
Herr Müller schreit mich an:" Reden Sie nur, wenn Sie gefragt werden!"
(oder ähnliches, also immer ganz konkret!)

Denken Sie bitte daran: das Mobbing-Tagebuch schreiben Sie nicht für sich,
sondern damit ein Arbeitsgericht es verwerten kann!

Hierzu müssen Sie dokumentieren:

1.) Was ist passiert? Wer hat was getan, wer hat was nicht getan?
2.) Wann (Datum, Uhrzeit) und wo (im Büro von XYZ)?
3.) Wer war noch dabei?
4.) Zeugen mit Vornamen, Namen, am besten auch gleich Anschrift (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort)
5.) sonstige Beweismittel? Notizen, Briefe, emails
6.) Was hatte das für Folgen bei mir? (Zeugen: Arzt, Partner, Kollegen, Freunde)
7
.) Das ganze am besten am PC-schreiben, als Word- oder Excel Datei.

Die Mobbing-Tagebücher, die ich in der Regel sehe, sind ein Graus.
Zwar ist der ganze Leidensweg beschrieben, aber die Fakten und Zeugen fehlen.

Ausserdem: bitte setzen Sie sich nicht ans Tagebuch und bemitleiden sich selbst,
sondern sagen sich: ich schreib das jetzt auf, damit ich Dir alles heimzahlen kann.