Die gesundheitlichen Folgen von Mobbing

Fast bei jeder Beratung sagen mir meine Mandanten: "Ich kann doch nicht krankmachen".
Das empfehle ich auch nicht. Was ich jedoch empfehle, wenn ein Mandant über gesundheitliche Probleme klagt,
ist der Besuch beim Arzt. Der Arzt kann beurteilen, ob Sie arbeitsfähig sind oder nicht. Gehen Sie zunächst
ruhig zunächst zu Ihrem Hausarzt oder einem allgemeinen Arzt.

Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit ist nicht mit dem Begriff der Krankheit identisch. Arbeitsunfähigkeit liegt vor,
wenn ein Versicherter aufgrund von Krankheit seine ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr
der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann. Das ist bei Mobbing häufig der Fall.

Folgende körperliche Beschwerden können vorliegen:

Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, "Druck auf der Brust",
"Kloß im Hals", Zittern und weiche Knie, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Atemnot, Schwindelgefühl,
Schweißausbrüche, Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Hautbeschwerden (Ausschläge).

Psychische Probleme werden vom Betroffenen selbst oft nicht wahrgenommen. Folgendes kann auftreten:

Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen, Selbstzweifel, Selbstunsicherheit, Depressionen, Antriebslosigkeit,
Weinkrämpfe, Verzweiflung, Selbstmordgedanken, Verfolgungswahn und paranoide Zustände, Hypersensibilität
(Empfindlichkeit), agressive Stimmungen, Hektik und Rastlosigkeit.

Wenn Sie bei sich eines dieser Symptome bemerken, quälen Sie sich nicht unnötig. Gehen Sie bitte zum Arzt.
Ohne medizinische Behandlung wird es nicht besser. Es wird schlimmer. Der Arzt kann aber nicht die Situation
am Arbeitsplatz ändern. Daher müssen wir parallel rechtliche Möglichkeiten erörteren.

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