Erste Hilfe:

Was können Sie selbst jetzt noch tun? Entschuldigen Sie bitte meine Direktheit: Nichts!
Sie haben alles versucht und es ist nicht besser geworden. Von selbst wird es nicht wieder gut.
Und solange Sie nichts ändern, wird es immer schlimmer.

Es geht um Ihr Recht, Ihre Gesundheit, Ihre berufliche und private Zukunft.
Entschädigungsansprüche nach AGG müssen binnen zwei Monaten beim Arbeitgeber schriftlich angemeldet werden.
Und binnen eines weiteren Monats eingeklagt. Fristbeginn ist die letzte Mobbing- /Diskriminierungshandlung.

Was wir tun müssen: wir klären die Rechtslage. Wahrscheinlich haben Sie schon viel zu lange
alles schweigend in der Hoffnung hingenommen, wenn Sie nachgeben würden, hätten Sie dann Ihre Ruhe.
Oder Sie waren sich nicht sicher, ob der/die Vorgesetzte so handeln durfte oder nicht.

Erst wenn Sie wissen, wie die Rechtslage ist, können wir die nächsten Schritte beschliessen.

Falls die gesundheitlichen Folgen schon beträchtlich sind, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Hausarzt
darüber zu sprechen. Ärzte schreiben bei durch Mobbing verursachten Erkrankungen arbeitsunfähig.
Meist problemlos bis sechs Wochen, (das entspricht dem gesetzlichen Entgeltfortzahlungszeitraum) oft auch darüber hinaus.

Falls Sie besorgt sind, dass Ihr Arbeitgeber Sie zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen schickt:
ich habe noch nicht einen Mobbingfall erlebt, in dem der Medizinische Dienst anders geurteilt hat als der Hausarzt.

Wirksame rechtliche Mittel gegen Mobbing und Bossing sind:
- Unterlassungsansprüche
- Ansprüche auf vertragsgemäße Beschäftigung
- Entschädigungsansprüche wegen § 15 II AGG oder Persönlichkeitsrechtsverletzung
- Schmerzensgeldansprüche.