Von "Bossing" spricht man, wenn Vorgesetzte mobben.

Fast alle Mandanten, die bei mir Rat und Hilfe bei Mobbing suchen, fühlen sich von ihren Vorgesetzten gemobbt.

Bossing ist eine besonders üble Form des Mobbings, denn bei Mobbing durch Kollegen kann man sich
an seinen Vorgesetzten mit der Bitte um Unterstützung wenden. Diese Möglichkeit scheidet hier oft aus.
Die Suche nach innerbetrieblicher Unterstützung gestaltet sich schwierig:

Hier habe ich ein paar typische Sachverhalte zusammengestellt, die auf Bossing hinweisen können.

Patentrezepte gibt es nicht. Jeder Fall ist anders. Gegen rechtswidrige Versetzungen, Degradierungen,
Beschneidungen des Aufgabenbereiches sollte man sich schnellstmöglich wehren.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Arbeitsplatz zu wechseln, rate ich dazu.
Versuche, den Chef zu ändern, sind meist nicht von Erfolg gekrönt. Wer meint, im Recht zu sein, ändert sich nicht.

Ausserdem: Untersuchungen in USA haben gezeigt, daß ca. 8 % aller Vorgesetzten echte Psychopathen sind,
denen es Spaß macht, andere zu quälen (Untersuchungen von Prof. Robert Hare und Dr. Paul Babik):
ein starkes Ego, hohe Energie und ein gewisser Narzismus sind in der Wirtschaft geschätzte Eigenschaften.
Wenn jedoch Unaufrichtigkeit, Arroganz, manipulatives Verhalten und mangelnde Verantwortung hinzutreten
und sich in jedem Aspekt des Handelns zeigen, spricht man von psychopathischen Tendenzen.
Dr. Babik spricht von "snakes in suites" (Schlangen im Anzug).

Interessant ist: der Anteil der Psychopathen in der Bevölkerung (USA) liegt bei ca. 1 %,
bei Vorgesetzten wie gesagt bei 8 %. Von zwölf Vorgesetzten also einer.

Meine Frage an Sie: w
enn Ihr Chef schon im Kindergarten gerne andere Kinder gequält hat, wollen Sie wirklich für ihn arbeiten?